FerienUni 2017 in Velten

Bunte Hände

Nach dem das letzte Jahr die Ferienuni bei uns allen ein schönes zusammenwirken hervorbrachte. In der wir eine gute Zeit hatten – mit uns und den Tagen zufrieden waren und auch einige Empfehlungen und Danksagungen getätigt wurden – so kam es, dass wir auch dieses Jahr wieder zur Ferienuni eingeladen wurden.

Angefragt war unser Angebot über Jonglage und Balance. Geändert hatte sich der Ort und die Länge unserer Aktivität. Waren es im letzten Jahr noch drei Tage und örtlich betrachtet der Naturschutzturm in Hohen-Neuendorf, so konnten wir dieses Mal einen kurzen Einblick in die gewohnten Räume der Kinder gewinnen. Wir waren eingeladen in die Linden-Grundschule Velten.

Während meine Anreise sich etwas auf Grund von Bahnstörungen verzögerte, begann Laurence mit der immerhin 20-köpfigen Gruppe schon mal mit einer Einführung in die Jonglierspielmöglichkeitsvariationenoffenbarungensgeschenke, um dem ganzen einen spielerischen Namen zu geben. Denn das sollte an diesem Tag ganz groß im Fokus stehen.

Draußen auf dem Hof gab es eine mit einzelnen Bäumen bewachsene Wiese, in der allerdings auch ein Großteil des Gebietes abgesperrt war. Das Sturmtief „Xavier“ hatte die Bäume stark bedrängt, so dass die Bäume ordentlich in Schieflage kamen und nun ihr freiliegendes Wurzelwerk offenbarten. Für das balancieren auf den Slacklines waren die Bäume dadurch absolut ungeeignet. Doch hatten wir auch ein bisschen Glück im Unglück und es waren noch genügend Bäume vorhanden, die den Sturm gut überstanden hatten und uns die Möglichkeit boten, einen kleinen Parcours aufzubauen.

Aber nun wieder ein bisschen zurück… Um zu Jonglieren, braucht es nämlich Gegenstände, die es erlauben, sich durch die Luft werfen zu lassen. Sie sollten nicht kaputt gehen und nach Möglichkeit das Verletzungsrisiko so gering wie möglich halten. Hierfür brachten wir einige Trichter, etwas Reis und Ballons mit. Nachdem alle einen eigenen Übungsball hatten, der sogar eigens auf die Wünsche nach Größe, Farbe und Gewicht gestaltbar ist, konnten wir nun vom theoretischen Ablauf ins Praktische übergehen bzw. das ganze konnte Hand in Hand oder, um es auf das Jonglieren umzumünzen, von Hand zu Hand, gehen. Zum Erlernen des Jonglierens empfiehlt es sich, mit einem Gegenstand anzufangen und diesen dann von einer Hand in die andere Hand zu werfen. Dabei geht es darum, ein Gefühl für das Werfen und Fangen zu entwickeln und die Koordination zu üben. Mit Tüchern, Bällen, Keulen, Sticks und Ähnlichem wurde ausprobiert und vorgeführt.

Nach der großen Pause und damit im zweiten Teil war dann auch ich eingetroffen. Ein wenig neugierig auf die Umgebung und die Kinder, die dieses Mal anwesend waren, konnte ich schon nach kurzer Zeit das Vertrauen der Gruppe gewinnen und ein spannendes Fangspiel mit dem Namen Labyrinth spielen. Bei mir hatte sich im letzten Jahr nämlich auch so einiges getan. Denn ich hatte eine Ausbildung zum Erlebnispädagogen absolviert und konnte, bewaffnet mit vielen neuen Spielen und dazugehörender Spieletasche, ein erlebnisorientiertes Angebot für den städtischen Raum schaffen. Dabei lernten wir gewissermaßen die Natürlichkeit von Konflikten kennen. Es ist nämlich gar nicht so einfach, im Miteinander so umzugehen, dass alle Bedürfnisse ihre Berechtigung finden. Gerade wenn nicht der Wald zur Verfügung steht, um gegebenenfalls mal ein bisschen Abstand voneinander zu bekommen. In den mitgebrachten Spielen ging es nämlich mit einer gehörigen Portion um Teamgeist. Und der muss manchmal eben nochmal geübt werden. Wichtig ist dabei, dass die Konflikte wertschätzend geklärt werden können.

Was uns besonders gefreut hat: Nicht alle Kinder, die teilnahmen, waren neu. Es waren auch wieder ein paar Kinder vom letzten Mal dabei. Und so können wir mit ein bisschen Stolz auf eine kleine Kontinuität blicken, die Vorfreude auf das nächste Mal gibt.

Soweit erst mal von uns. Dies war ein kleiner Bericht unserer Aktivität an der Ferienuni. Um sich ein ganzheitliches Bild zu machen, empfehlen wir, uns doch einfach direkt kennen zu lernen. Besucht doch dafür unsere Homepage und macht euch schlau, wann die nächsten Termine sind.

Sören, Deutsche Waldjugend Berlin-Brandenburg

Bildquellen:

  • Bunte Hände: Tobias Sellmaier / pixelio.de

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